Podiumsdiskussion vor dem Bürgerentscheid über die Gemeinschaftsschule

Zwei Bilder von Schule, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, wurden dem Publikum bei der vom Südkurier veranstalteten Podiumsdiskussion vor dem Bürgerentscheid über die Gemeinschaftsschule in der Talwiesenhalle präsentiert:

podiumsdiskussion-gemeinschaftsschule Rielasingen-Worblingen. Veranstaltung vom Südkurier

Zum Einen (auf dem Podium rechts, Gegner der GMS) eine Schule, in deren Zentrum die Lehrperson steht, die den Schülern nicht zutraut, selbstständig zu arbeiten und sie deshalb am Gängelband führen muss. Als zweite Säule wurde die Klassengemeinschaft genannt, deren Anführer wiederum die Lehrkraft ist. Eine solche Schule gibt es in den baden-württembergischen Bildungsplänen schon lange nicht mehr, hat es vielleicht nie gegeben!

Dagegen auf der linken Seite des Podiums von zwei Frauen vorgestellt: Eine Schule, die für die Kinder/Jugendlichen da ist, die von einem – wissenschaftlich abgesicherten – Konzept des Lernens ausgeht, das die Eigentätigkeit der Lernenden ins Zentrum rückt, also schülerzentriert arbeitet. Natürlich muss diese Aktivität geweckt, entwickelt und entfaltet werden. Dazu sind die Lehrkräfte/ KlassenlehrerInnen/ Lernbegleiter da, die wissen, wie sie klug mit der Vielfalt der Methoden umgehen; die den Schülerinnen und Schülern Feedback geben und sie dabei erkennen lassen, welche Stärken und welche Schwächen sie haben. Denn sie wollen sie fit machen für die Zukunft.

Frau Hösch vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und unsere Mitstreiterin Martina Lünnemann (Sonderschulpädagogin) haben mit ihren klaren, entschiedenen Aussagen für dieses Bild einer modernen Schule geworben. Unterstützt wurden sie dabei auch durch Beiträge und Fragen von Befürwortern der GMS, denen wir dafür danken.

Für eine schöne Pointe sorgte Joachim Böhm, der Vorgänger des jetzigen Schulleiters Werner Metzger. Mit Blick auf seinen Nachfolger sagte er und outete sich damit zum ersten Mal als Befürworter der Gemeinschaftsschule: „Ich hätte genauso gehandelt.“

Wir danken allen Diskutanten und Diskutantinnen und auch allen unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern für ihr überwältigendes Engagement – für die Häkelaktionen, für die Plakate … und und und.

Nun muss es am nächsten Sonntag klappen –  unsere Kinder, die Ten-Brink-Schule, die ganze Gemeinde haben es verdient!

Eva und Josef Schnell

Werbeanzeigen