Kuckucksei

Ein Erhalt der Realschule und Werkrealschule (so wie von den Initiatoren des Bürgerentscheids gewollt) ist gar nicht möglich:

 

Die Forderung nach einem Aufschub ist ein Trugschluss.  Geht er doch von dem Grundgedanken aus, man könnte die momentane Situation einfach so mal „einfrieren“ und in drei Jahren, wenn wir dann alle wissen, dass die Gemeinschaftsschule ein erfolgreiches Modell ist, wieder auftauen und da weiter machen wo sich die Lehrerschaft der TBS bereits auf den Weg gemacht. Aber niemand weiß, wie sich die Situation in drei Jahren darstellt. Schulentwicklung findet immer im regionalen Kontext statt, in drei Jahren hat sich die Schullandschaft weiter massiv verändert, es werden weitere GMS im Landkreis Konstanz und somit auch in der näheren Umgebung entstehen, so dass es die TBS weitaus schwerer haben wird sich in dieser Konkurrenzsituation zu behaupten.

Durch die bisherigen Investitionen erfüllt die TBS bereits die räumlichen und technischen Voraussetzungen. Die modernen Lehrmethoden, die von der Gegnerseite im Ort nun wochenlang schlechtgeredet wurden, werden selbstverständlich vom Lehrkörper an der TBS trotzdem angewandt, denn soweit sind wir an Baden-Württembergs Schulen ja längst, im Bildungsplan sind individualisiertes Lernen, schülerzentriertes Arbeiten, Förderung der Eigentätigkeit und Eigenverantwortung des Schülers usw. seit vielen Jahren verankert und gefordert – und das wird auch so bleiben.
Entsprechend hat die TBS ihr Lernkonzept verändert und optimiert und so würde auch bei einer Änderung des Gemeinderatsbeschlusses das moderne, schülergerechte Lernen in leistungsheterogenen Lerngruppen bzw. Klassen weiter gelebt werden.
Dies erfordert die heterogene Schülerschaft an unserer Schule, die Lehrerschaft hat dies erkannt und setzt die Forderungen des Bildungsplans hier konsequent um – egal ob auf der Verpackung dieser Schule GMS oder Realschule und Werkrealschule steht.

Die Bedingungen finanzieller Art allerdings, die an einer eingerichteten GMS bekanntlich vor allem in den Jahren der Umstellung, aber auch langfristig besser wären – auf diese besseren Bedingungen müssten unsere Lehrer und Lehrerinnen und vor allem unsere Kinder leider verzichten.
Der Klassenteiler würde an unserer Schule also nicht herabgesetzt und die Lehrerstundenzuweisung würde nicht erhöht werden.

Das Ende der Werkrealschule ist nur eine Frage der Zeit. Ein Regierungswechsel in Stuttgart, auf den die Gegner der Gemeinschaftsschule hoffen, wie es in der Podiumsdiskussion offen zum Ausdruck gebracht wurde, wird nicht die Zustimmung zur Werkrealschule wiederbeleben.

Daraus erschliesst sich die Frage: Welches Ziel wird hier tatsächlich verfolgt ???

 

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